Solino

     Diese Woche haben wir Solino, einen Film vom behrümten Regisseur Fatih Akin, angesehen. Dieser Film gefiel mir eigentlich sehr gut, weil das Thema nicht so dunkel (im Vergleich zu den anderen Filmen) ist. Der Film berührt das Thema des Lebens der „Gastarbeiter“ (oder „Menschen mit Migrationshintergrund“) in Deutschland. Die Hauptfiguren sind Gigi und Giancarlo, die zwei Söhne von Rosa und Romano. Die Familie, ursprünglich aus Italien, zog nach Deutschland um, um Arbeit zu finden. Man findet schell am Anfang heraus, dass Gigi sich für Filme interessiert. Gigi will eigentlich Filme machen und dieser Traum begleitet ihm das ganze Leben hindurch. Später im Film bekommt Gigi eine Kamera, womit er Fotos gerne macht. Gigis Liebe zum Film gefällt Romano nicht. Er glaubt, dass Filmen seinen Sohn unerfolgreich machen würden. Auch, wenn Romano Gigis Fotos sieht, sagt er immer, dass sie umgekehrt sind. Das heißt wirklich, dass er die Arbeit seines Sohnes nicht schätzt. Das ist etwas, was jedes Kind braucht. Das Wissen, dass die Eltern eines Kindes stolz auf es sind, ist wichtig und Romano zeigt das für seinen eigenen Sohn für diese Arbeit nicht. Romano möchte, dass Gigi eigentlich an der Uni studieren soll, keine Filme machen. Aber der Traum bleibt noch bei Gigi trotz des Verbotes seines Vaters.

      Vielleicht repräsentiert „alles verkehrt rum“ die Situation der Eltern. Romano hat seine Familie nach Deutschland, in ein fremdes Land, umgezogen. Für alle Mitglieder der Familie würde Deutschland am Anfang sehr fremd scheinen. Im Film gewöhnen die Kinder sich daran sehr schell, aber nicht die Eltern, besonders Rosa, die immer nach Italien zurückkehren will. Für sie ist alles kulturell umgekehrt. Sachen sind auch „umgekehrt“ für Romano. Romano hat einen bestimmten Plan und bestimmten Grund für den Umzug nach Deutschland. Er wollte arbeiten, damit er die Zukünft seiner Familie verbessern kann. Aber der Plan war nicht, so glaube ich, immer in Deutschland zu bleiben, sondern irgenwann nach Italien zurückzukehren. Das ist nicht passiert, da Romano am Ende in Deutlschand bleibt. Vielleicht wurde auch sein Plan umgekehrt und vielleicht deswegen konnte er nicht auf seinen Sohn stolz sein, denn er kann nicht auf sich selbst stolz sein.

familie deh gigi Der junge Gigi ist ja ein niedliches Kind

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